Aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse folgt heute bereits der nächste Blogeintrag. Wir schreiben Freitag, den 29. Januar 2010. Ein Tag, der in die Geschichte von Memphis eingehen wird. Es herrscht Unwetter - das glauben zumindest die Amerikaner. Seit Tagen ist das Thema Nummer eins: Kinder, gebt acht: Am Freitag gibts hier ein Wetter, sowas habt ihr noch nicht gesehen. Schnee, Hagel, Graupelschauer (das Wort wollte ich schon immer mal benutzen, ich weiß gar nicht, was das ist), Flutwellen, Lawinen...bleibt lieber zu Hause. Das Gerücht, dass die Uni an diesem Tag gar nicht erst öffnen würde, verhärtete sich jeden Tag, bis dann gestern Abend (wohlgemerkt einen Tag vorher - von Schnee nichts zu sehen) die frohe Botschaft kam: As a result of the winter storm warning in effect, all Shelby County locations of the University of Memphis will be closed Friday, January 29. Classes will not meet [...] Übersetzung für meine Oma: Laut Kachelmann schneits hier morgen wie Sau, wir glauben ihm, also bleibt mit eurem Hintern daheim. Schnee ist böse.
Und jetzt sitzen wir hier. Eingeschneit bis unters Dach, die Lebensmittelvorräte neigen sich langsam dem Ende entgegen, die Leute von der freiwilligen Feuerwehr verteilen Decken und warmen Tee, fremde Menschen liegen sich weinend in den Armen und sprechen einander Trost zu.
DAS Unwetter in Bildern:
Zieht die Schneeketten auf:
Der Schnee türmt sich auf den Straßen - niemand traut sich raus:
Niemand da - außer der totesmutige Deutsche:
Der erste Buchstabe für das MARK-Denkmal. Im Hintergrund tatsächlich: Schnee!
Gespräch zwischen einem Ami und mir in der Uni. "Ah, du kommst aus Deutschland. Woher?" - Frankfurt. "Bist du da geboren?" - ja. "und sag mal, sprichst du dann Deutsch eigentlich fließend?" - ???, nee in Deutschland unterhalten wir uns alle in abgebrochenem Schulenglisch und Leute, die kein Gymnasium besucht haben, malen sich gegenseitig Bilder zur Kommunikation.
Zurück zu den aktuellen Geschehnissen: Ich war diese Woche das erste Mal beim Frisör. Genauer: Bei einer Hairstylistin. Treewee hat für mich den Termin ausgemacht, Andi wollte sich das Spektakel auch nicht entgehen lassen - und so sind wir mit Kind und Kegel aufgebrochen, um zu sehen, wie der Papa sich die Haare schneiden lässt. Ich gebe zu, dass alleine der Begriff der "Hairstylistin" mir etwas zu schaffen machte. Ich malte mir aus, dass ich nach dem Besuch Haare in verschiedenen Farben haben werde, evtl. Extensions auf der einen, Rastalocken auf der anderen Seite...Ich war verunsichert. Glücklicherweise lief alles nach Plan. Die Hairstylistin, Kelly oder so, war echt knorke. Sie wollte mir zwar erst einen Irokesenschnit verpassen, davon konnte ich sie aber ziemlich schnell abbringen und alles verlief reibungslos. Sie machte dann noch Scherze über meine WENIGEN roten Barthaare und die noch viel WENIGEREN grauen Haare an der Seite (das kommt davon, weil ich nur am Malochen bin), insgesamt war sie aber nett und für die 20 Dollar komm ich sogar wieder.
Der Papa beim Frisör:
Die Amis und ihre Scherze: Mobbing ist hier ein ganz großes Thema. Jeder scherzt über jeden. Die einen sind oft das Opfer, die anderen weniger oft. Ich natürlich weniger, bin ja ne Respektperson, ziemlich groß, gehe oft ins Gym und bin außerdem fast der Älteste.
Trotzdem entstand dieses schöne Bild, das ich einfach mal unkommentiert stehen lasse. Die Geschichte mit dem gay triangle habe ich bereits erzählt. Mir wurde mittlerweile die Rolle der Frau aufdiktiert:
Princess Markisha:
Gut, das wars für heute. Die nächsten Tage sind voll mit Höhepunkten: Montag Grizzlies-Lakers, Dienstag Wrestling mit "The Undertaker", Mittwoch Tigers-Game, Sonntag Superboooowl-Party.
Ihr hört von mir. Bis dennis.







na sicher, die friserurinnen tragen nachthemden und benutzen die reisstäbchen vom china-mann als kamm... mark! das kannst du deiner familie so verkaufen, aber wir wollen die wahren geschichten hinter den bildern erfahren!
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